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Shiatsu - Die Infoseite

Gallenblase-Meridian Masunaga

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physiologische Funktion Speicherung und Abgabe von Galle
Meridian-Funktion Verteilung der Nährstoffe im Körper, Regelung der Menge und der Mischung der Verdauungsenzyme und der von der Schilddrüse produzierten Hormone, Entschlusskraft
Kyo-Symptome ungleichmässige Verteilung der Nährstoffe im Körper, Ermüdungserscheinungen besonders der Augen, schlechte Fettverdauung, Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, müde Beine, schwache Willenskraft, Erschöpfung infolge von Stress, Nervosität, Sprunghaftigkeit
Jitsu-Symptome Übelkeit, schlechte Fettverdauung, Appetitmangel, Gallensteine, steife Muskeln an den Körperseiten, ungeduldig, gehetzt, reizbar, wütend

Meridianverlauf nach Masunaga

Gesamtverlauf

Der Gallenblasen-Meridian verläuft (entsprechend seiner Funktion "Verteilung") zum grössten Teil an den Körperseiten.

An den Beinen und Hüfte entspricht er im wesentlichen dem traditionellem Verlauf. Als Orientierungshilfe kann man sich die gedachte Linie einer Hosennaht vorstellen. Am Knie folgt er dem äußeren Seitenband bis zum Wadenbeinköpfchen. Am oberen Sprunggelenk läuft er vor dem äußeren Knöchel und endet in der 4. Zehe lateral.

An den Armen verläuft er zwischen dem traditionellen Dickdarm-Meridian und dem traditionellen Dreifach-Erwärmer-Meridian. Der Meridian überquert vom äußeren Rand des Schulterblatts kommend den Oberarm etwa auf Höhe des Ansatzes des m. deltoideus. Er kreuzt dabei die traditionellen Verläufe von Dünndarm und Dreifach-Erwärmer und wendet sich dann nach unten. Er verläuft dann am Oberarm vor dem Oberarmknochen in die Ellbogenknochen (lateraler epicondylus und caput radii. Am Unterarm folgt er der Innenseite der Speiche (radius), geht über die Handwurzel, zwischen Mittelfinger- und Zeigefingersehne und endet im Mittelfinger radial.

Verlauf am Kopf

Der Meridian ist am Kopf gegenüber dem traditionellen Verlauf etwas "begradigt".

Ein wichtiger Orientierungspunkt ist Gb 14 in der Mitte des Augenbrauenbogens auf der Stirn. Von hier aus läuft ein erster Zweig senkrecht und parallel zur Körpermitte aufwärts bis zu einem Schnittpunkt mit einer Linie, die den vorderen Rand des Ohres aufwärts verlängert. Von hier aus verläuft er im Bogen abwärts bis Gb 19 und vereint sich dort mit dem zweiten Zweig. Gb 19 lässt sich als kleine Vertiefung im Schädel ca. 3 fingerbreit hinter dem oberen Teil des Ohres spüren. Von hier aus folgt der Zweig dem traditionellen Verlauf über Gb20 (Vertiefung zwischen m. sternocleidomastoideus und m. trapezius) bis in den Nacken.

Der zweite Zweig verläuft von Gb 14 auf einer Linie, die man sich als Grenze zwischen Schädeldach und Schädelseite vorstellen kann, ca. 2 Zoll innerhalb der Haargrenze, bis zu Gb 19

Der dritte Zweig beginnt im äußeren Augenwinkel (Gb 1) einen fingerbreit unterhalb des traditionellen Dreifach-Erwärmer-Meridians bis vor das Ohr auf Höhe des unteren Endes des Ohrknorpels (Gb 2 am Unterkieferrand). Von dort aus läuft er unter dem Ohr entlang und trifft dort auf den ersten Zweig.

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