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Identifikation von Mustern

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Unter dem Begriff "Identifikation der Muster" verstehen wir den Prozeß, die Disharmonie auszumachen, die allen klinischen Erscheinungen zugrunde liegt. Die Identifikation eines Syndroms umfaßt das Unterscheiden des zugrundeliegenden Disharmoniemusters, indem man das Bild betrachtet, das durch alle Symptome und Krankheitszeichen gebildet wird.

Es gibt mehrere Methoden, die zur Identifikation von Mustern verwendet werden. Ihre Anwedung ist in verschiedenen Situationen sinnvoll, und sie wurden auch zu verschiedenen Zeiten auf unterschiedlichste Weise benutz.

Zu identifizierende Muster sind:
-- Identifikation von Mustern gemäß den Acht Prinzipien
-- Identifikation von Mustern gemäß Qi, Blut und Körperflüssigkeiten
-- Identifikation von Mustern gemäß den Zang-Fu Organen
-- Identifikation von Mustern gemäß den pathogenen Faktoren
-- Identifikation von Muster gemäß den Meridianen
-- Identifikation von Mustern gemäß den Drei Erwärmern
Jede dieser Methoden legt Wert auf einen bestimmten Aspekt. Sie sollen gleichzeitig angewendet werden und sich gegenseitig ergänzen.

Identifikation von Mustern gemäß den Acht Prinzipien
Die Identifikation gemäß den Acht Prizipien basiert auf den Kategorien Innen - Außen, Hitze - Kälte, Leere - Fülle und Yin - Yang. Sie sind die Zusammenfassung aller anderen Identifikationsmethoden und sind in allen anderen Identifikationsmethoden und in allen Fällen äußerer und innerer Erkrankungen anwendbar.

Die Acht Prinzipien sollten nicht in der Begrifflichkeit von "Entweder - Oder" gesehen werden. Es ist in der Tat nicht unüblich, auf Zustände zu stoßen, die gleichzeitig innen und außen, heiß und kalt, voll und leer, Yin und Yang sind. Es ist sogar mölich, daß ein Zustand alle Kriterien gleichzeitig erfüllt. Das Ziel der Anwendung der Acht Prinzipien ist es nicht, die Disharmonie in Kategorien zu zwängen, sondern ihre Genese und Natur zu verstehen. Nur aufgrund dieses Verständnisses können wir uns bezüglich der Behandlung einer bestimmten Disharmonien entscheiden.

Außerdem muß nicht jeder Zustand über alle vier Charaktere verfügen (Innen oder Außen, Hitze oder Kälte, Fülle oder Leere, Yin oder Yang). Blut-Mangel beispielweise zieht keinerlei Hitze- oder Kälte-Symptome nach sich.

Die Acht Prinzipien sind also:
Innen  --  Außen
Fülle   --  Leere
Hitze   --  Kälte
Yin      --  Yang

Innen - Außen
Außen und Innen bilden zwei Prinzipien in bezug auf die Tiefe des erkrankten Gebietes und die Richtng der Entwicklung der Krankheit. Äußere Krankheitssyndrome gehören zu Krankheiten, die aus dem Eindringen von äußeren pathogenen Faktoren in die äußeren Körperschichten resultieren und durch einen plötzliche Beginn mit kurzer Dauer der Krankheit gekennzeichnet sind. Innere Krankheitssyndrome können aus der Weiterleitung von äußeren pathogenen Faktoren ins Körperinnere resultieren, wenn diese nicht rechtzeitig eliminiert werden. Sie können auch direkt durch einen Befall der Organe Zang-Fu durch äußere pathogenen Faktorren verursacht werden. Die Dysfunktion der Organe Zang-Fu ist auch eine mögliche Ursache von inneren Krankheitssyndromen.

Kälte - Hitze
Kälte und Hitze beziehen sich auf zwei verschiedene Arten von Krankheiten. Krankheiten, die durch pathogene Hitze, Sommerhitze oder Trockenheit verursacht werden, sind hauptsächlich Hitzesyndrome. Solche Krankheiten, die durch pathogene Kälte verursacht werden, sind hauptsächlich Kältesyndrome. Kältesyndrome können sich zu Hitzesyndromen entwickeln. Leere-Xu von Yin oder Yang kann zu Hitze- oder Kältesyndromen vom Leere-Xu- typ führen, diese werden von den Syndromen vom Fülle-Shi-Typ unterschieden.

Leere - Fülle
Leere und Fülle sind die beiden Prinzipien, die dazu benutzt werden, den Zustand der sich bekämpfenden krankheitsentgegenwirkenden und krankheitsverursachenden Faktoren im Verlaufe einer Krankheit zu analysieren und zu bestimmen. Krankheitssyndrome vom Leere-Typ sind die Krankheiten, in denen die Funktionen des menschlichen Körpers geschwächt, die krankheitsentgegenwirkenden Faktoren unzulänglich sind, die Koordination von Yin und Yang geschwächt ist, während der Einfluß des pathogenen Faktors bereits unauffällig geworden ist. Krankheitssyndrome vom Fülle-Typ sind diejenigen Krankheiten, in denen die Körperfunktionen nicht geschwächt sind und die krankheitsentgegenwirkenden Faktoren noch immer genügend stark sind, während die pathogenen Faktoren jedoch überaktiv sind und ein ernster Kampf zwischen diesen und den krankheitsentgegenwirkende Faktoren fortschreitet. Krankheitssyndrome vom Leere-Typ sollten durch tonisierende Methoden behandelt werden, solche vom Fülle-Typ durch sedierende Methoden. Wenn Leere-Typ und Fülle-Typ miteinander kämpfen, müssen sowohl tonisierende als auch sedierende Methoden angewendet werden.

Yin und Yang
Yin und Yang sind die beiden Prinzipien, die dazu benutzt werden, um Krankheiten in Kategorien einzuteilen. Sie werden auch benutzt, um einige pathologische Veränderungen der Organe Zang-Fu und der Gewebe zu erklären, zum Beispiel Krankheitssyndrome vom Yin-Leere-Typ, Syndrome vom Yang-Leere-Typ, Syndrome vom Zusammenbruch des Yin, Syndrome vom Zusammenbruch das Yang usw.

Betreffend der klinischen Befunde gehören Überaktivitat, Aufregung, nervöse Unruhe und rote Gesichtsfarbe haupsächtlich zu den Krankheitssyndromen Yang, während Unteraktivität, Hemmung, Ruhe und fahle oder blasse Gesichtsfarbe haupsächlich zu den Krankheitssyndromen Yin gehören.

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